Techniklexikon
Seilaufzug

Der Seilaufzug wird mittels Treibscheibe über einen Motor angetrieben. Dieser Motor ist je nach Ausführung über ein Getriebe mit der Treibscheibe verbunden und wird nach Stand der Technik mit einem FU (Frequenzumrichter) angesteuert. Ältere Seilaufzüge sind meist als Zwei-Geschwindigkeitsanlagen ausgeführt und entsprechend ruckeliger. Über die Treibscheibe werden nun die Aufzugsseile gelegt, die auf der einen Seite mit dem Fahrkorb verbunden und auf der anderen an einem Gegengewicht befestigt sind. Fährt die Aufzugskabine aufwärts, so fährt das Gegengewicht abwärts. Im wesentlichen unterscheidet sich der Seilaufzug nur durch die Antriebsart (Motor mit Treibscheibe) und einem Gegengewicht zu seinem Pendant dem Hydraulikaufzug. Denn moderne Hydraulikaufzüge nutzen ebenfalls die Umlenkung mittels Seilaufhängung.
Hydraulikaufzug

Der Hydraulikaufzug wird mittels einem Hydraulikheber betrieben. Dieser ist meist zwischen den Fahrkorbschienen vertikal angebracht. Er fährt also in die Richtung aus, in die sich auch der Fahrkorb bei einer Aufwärtsfahrt bewegt. Der Hydraulikheber wird entweder direkt am Fahrkorb befestigt oder über eine sogenannte 2:1-Aufhängung über Seile mit dem Fahrkorb verbunden. Die 2:1-Aufhängung ermöglicht bis zu 50 % kürzere Hydraulikheber, da bei einem Meter Kolbenhub der Aufzug 2 Meter bewegt wird. Der Hydraulikaufzug hat anstatt der Motor-Getriebeeinheit ein Hydraulikaggregat. In diesem befindet sich ein Motor samt Spindelpumpe, welcher direkt im Öl liegt. Wird nun eine Fahrt ausgelöst, so pumpt der Motor das Hydrauliköl über einen druckfesten Schlauch in den Hydraulikheber. Nun schiebt sich die Kolbenstange aus dem Gehäuse (ähnlich einer Luftpumpe) und bewegt somit den Fahrkorb aufwärts. Abwärts gehts ohne Motor, es wird lediglich das Öl mittels einem Ventil wieder aus dem Hydraulikheber abgelassen.
Fangvorrichtung und Geschwindigkeitsbegrenzer
Die Fangvorrichtung ist fest mit dem Kabinenrahmen verschraubt und
kann durch Eingriff in die Fahrkorbschienen den Aufzug jederzeit
sicher zum Stillstand bringen. Die Auslösung erfolgt in der Regel durch
einen Geschwindigkeitsbegrenzer. Dieser ist durch ein Stahlseil mit
der Fangvorrichtung der Aufzugskabine verbunden und dreht sich bei
jeder Fahrbewegung entsprechend der Fahrgeschwindigkeit mit. Sobald
aber die vorgegebene Geschwindigkeit überschritten wird, rücken die
Gewichte der Fliehkraftbegrenzung aus und verriegeln. Dadurch bleibt
nun auch das Seil stehen, während sich der Aufzug weiter abwärts bewegt.
Das Seil zieht nun die in Ruhelage sitzenden Fangkeile nach oben, wobei
sich diese buchstäblich in den Fahrkorbschienen festbeißen und den Aufzug
somit zum Stillstand zwingen.
Damit die Aufzugsteuerung diesen
Zustand bemerkt, werden entsprechende Sicherheitskontakte am
Geschwindigkeitsbegrenzer angebracht. Bei älteren Anlagen müssen diese
meist nachgerüstet werden. Hintergrund: Die Fangvorrichtung kann auch
durch Springen im Fahrkorb bzw. durch stark verschlissene
Fahrkorbführungen ausgelöst werden. Die Aufzugsteuerung muß in diesem
Fall umgehend den Antriebsmotor abschalten.
Maschinenraum
Der Maschinenraum bildet das Herz der Aufzugsanlage. Hier sind der Hauptkontroller, die Maschine bzw. das Hydraulikaggregat zu finden. Vom Maschinenraum aus wird auch die Notbefreiung über die sogenannte Rückholsteuerung ausgeführt. Jedoch wird heutzutage bei der Planung einer Aufzugsanlage gern auf diesen Raum verzichtet. Als Gründe werden gesparte Raumkosten genannt. Jedoch stecken oft andere Gründe dahinter, z.B. wenn Firmen Ihre neuesten Entwicklungen vertreiben möchten.
Die Nachteile von maschinenraumlosen Aufzügen überwiegen jedoch. So sind allein für die Personenbefreiung die absurdesten Techniken entwickelt worden. Schuld daran ist der fehlende Raum, denn es lässt sich schlecht ein Handrad von einem halben Meter Durchmesser im Treppenhaus verstauen. Ein weiterer Nachteil ist, dass sämtliche Steuerungskomponenten im Schacht untergebracht sind und somit bei jeder anfallenden Arbeit der Monteur die Aufzugsanlage stilllegen muss. Ein großes Ärgernis für die Nutzer im Haus.
Steuerung
Als Steuerung bezeichnet man heutzutage die Hauptplatine einer Aufzugssteuerung. Sie bekommt verschiedenste Signale wie z.B. den Aufzugsstandort, die Fahrtwünsche und auch den aktuellen Status des FU (Frequenzumrichter) und wertet diese aus.
Dadurch kann Sie die Routinen erkennen, Abweichungen registrieren und speichern. Gemeint sind damit ausbleibende Signale oder auch Korrekturfahrten, welche Rückschlüsse auf eine Störung ermöglichen. So kann zum Beispiel festgestellt werden, dass ein Relais angesteuert wurde, jedoch nicht geschaltet hat. Durch diesen Fehlerspeicher kann der gerufene Service-Techniker sofort die Ursache erkennen. Um die Fehler auch bei einem evtl. Abschalten der Aufzugsanlage nicht zu verlieren, wird der sog. flüchtige Speicher mittels einer Backup-Batterie weiter mit Spannung versorgt. Das blitzschnelle Umschalten auf diese Notversorgung übernimmt ein Bauteil namens Watchdog. Dieser Wachhund registriert Spannungsabfall binnen weniger Millisekunden und schaltet sofort die Spannungsversorgung der Steuerungspannung auf die Backup-Batterie.
Frequenzregelung
Durch den Einsatz eines Frequenzumrichters am Antriebsmotor erreicht man eine deutliche Verbesserung des Fahrkomforts durch sanftes und stufenloses
Anfahren sowie Anhalten. Bei der Nachrüstung an älteren Antrieben erreicht man dadurch eine wesentlich geringere mechanische
Belastung, wodurch sich auch die Lebensdauer
entscheidend verlängert.
Bedingt durch die Technik, sinkt der erforderliche Anlaufstrom des Motors deutlich. Während der Fahrt kann bei Verwendung eines Drehimpulsgebers zusätzliche Energie eingespart werden, da nur die tatsächlich benötigte Energie zugeführt wird. Durch eine absteigende Frequenzrampe wird das Abbremsen realisiert. Die hierbei entstehende Energie wird über einen Bremswiderstand in Wärme umgewandelt. Die Motorbremse findet fortan nur noch als Haltebremse ihren Einsatz.
Bei der Nachrüstung an bestehenden Anlagen sowie dem Einsatz in sensiblen Bereichen sollte dem Motorschutz sowie der EMV-Problematik Sorge getragen werden.
Motor
Die Aufzugsanlage wird je nach Ausführung indirekt oder direkt durch einen Elektromotor angetrieben. Dieser kann als Drehstrom-, Wechselstrom- oder auch als Gleichstrommaschine ausgelegt sein. Sind die Türen auch automatisch ausgeführt, so ist auch dort ein Elektromotor verbaut. Heutzutage werden häufig Drehstrommotoren in Verbindung mit einer Frequenzregelung angeboten. Und das sowohl beim eigentlichen Aufzugsantrieb sowie bei der Kabinentür. Solche Kombinationen haben immer eine Gewichtsreduzierung zur Folge, was letztendlich eine Energieeinsparung zur Folge haben kann.
Dazu muss der Aufzugsmotor jedoch mit einem Impulsgeber ausgestattet sein. Ansonsten kann die Frequenzregelung Ihrem Namen nicht gerecht werden und ist eigentlich nur als Frequenzsteuerung zu betrachten. (Dazu mehr unter dem Stichpunkt Frequenzregelung)
Ein Elektromotor bedarf je nach Bauart viel bzw. wenig Aufmerksamkeit. Bei älteren Modellen sind die Motorlager regelmäßig mit Öl zu befüllen, neuere Motoren sind mit gekapselten Lagern versehen und benötigen kein Öl. Bei Gleichstrommaschinen muss auch mal der Kollektor abgezogen und die Motorkohlen überwacht werden. Der Fachmann versetzt auch die Kohlehalter, damit die Motorkohlen sich nicht zu arg in den Kollektor einschleifen. Ersatz ist auf jeden Fall teuer.
Getriebe
Getriebe werden häufig bei Aufzügen eingesetzt. Sie ermöglichen durch Ihre Untersetzung den Einsatz kompakter Motoren. Sie finden nicht nur für den Aufzugsantrieb Anwendung sondern auch am Türantrieb. Somit kann leicht auf die enorm großen und schweren Drehstrom-Türantriebe verzichtet werden, und das bei erstaunlicher Leistung.
Manch ein Hersteller nennt Getriebe auch Winden. Der Nachteil von Getrieben besteht darin, dass Sie einem gewissen Verschleiß unterliegen. Daher kann es in seltenen Fällen sogar zum Totalausfall kommen. Dabei besteht höchste Gefahr für den Nutzer. Denn die Bremse einer Aufzugsanlage befindet sich zwischen Motor und Getriebe. Erst dann kommt die Treibscheibe. Daher läuft beim Getriebebruch die Treibscheibe frei und der Aufzug kann bedingt durch das Gegengewicht unkontrolliert nach oben gezogen werden. Heutzutage werden Aufzüge daher mit einer Fangvorrichtung ausgerüstet, die das Fangen in beide Richtungen erlaubt. Alte Aufzugsanlagen werden teilweise mit sogenannten Treibscheibenbremsen nachgerüstet.
Bremsen
Bei Aufzugsanlagen kommen folgende Bremsen zum Einsatz: Motorbremsen, Scheibenbremsen, Treibscheibenbremsen und an einigen Türen Stempelbremsen. Allen ist eines gemeinsam, sie wirken im stromlosen Zustand. D.h., sobald die Aufzugsanlage spannungslos wird (z.B. bei Stromausfall) fallen die Bremsen ab und zwar durch angebrachte Federn. An alten Aufzugsmotoren sind zu damaligen Zeiten auch sogenannte Einkreis-Bremsen zum Einsatz gekommen. Der Nachteil besteht darin, dass beide Bremsbacken auf dieselbe Stange wirken. Bricht diese, so ist die Bremse wirkungslos. Durch einen einfachen Umbau kann man jedoch aus einer Einkreis-Bremse eine Zweikrei-Bremse machen. Bricht nun die Stange, ist jeweils nur eine Bremsbacke wirkungslos, die Zweite bringt den Aufzug noch sicher zum Stehen.
Führungen
Es kommen am Aufzug nicht nur verschiedenste Führungen zum Einsatz sondern auch zu verschiedensten Zwecken. Als Material dient ein spezieller Kunstsoff, früher, als noch Holzschienen verbaut wurden, war es Leder.
Die häufigsten Einsatzgebiete sind am Fahrkorb als Kabinenführung und an den Aufzugstüren als Türblattführung. Es gibt Gleitführungen und Rollenführungen. Gleitführungen sind günstiger und finden daher öfter Anwendung. Wenn diese jedoch am Fahrkorb zum Einsatz kommen, empfehlen wir Ihnen diese mit Schienenölern zu kombinieren. So ist ein gleichmäßiger Schmierfilm gewährleistet und die Führungen können ein erstaunliches Alter erreichen.
Sollten ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, so empfiehlt sich langfristig der Einsatz von Rollenführungen. Zum einen verschmutzt die Anlage weniger, da kein Schmiermittel benötigt wird und zum anderen ist eine deutliche Geräuschreduzierung die Folge.
Türen
Drehtüren finden heutzutage kaum noch Anwendung. Im täglichen Leben begegnen wir vielmehr sämtlichen Arten von Schiebetüren. Unterschieden wird zwischen einseitig öffnenden und zentral öffnenden Türen. Allen sogenannten Schachttüren ist eines gemeinsam, sie sind rein mechanisch und werden nur über die Kabinentür betätigt bzw. geöffnet. Denn nur die Kabinentür besitzt einen elektrischen Antrieb. Der Türmotor fährt also immer mit. Das spart Kosten und gewährleistet, dass auch immer ein Fahrkorb da ist, wenn die Tür aufgeht.
Bitte beachten Sie, dass Türen nicht beklebt werden sollten, da diese Zettel sich gern lösen und somit zur Störquelle werden. Ursache dafür bilden die an der Kabine angebrachten Lichtgitter, sie interpretieren solches Gezettel als Person im Schließbereich und verhindern somit die Weiterfahrt.
Rufsammelsteuerung allgemein
Die Aufzugssteuerung in einem Bürohaus erhält aus den verschiedenen Etagen Fahrtwünsche über die dort angebrachten Außenruftableaus. Des Weiteren liegen auch so genannte Kabinenkommandos vor. Um nicht durcheinander zu kommen, wird nun erst stur in eine Richtung alles abgearbeitet. Also bei der Aufwärtsfahrt werden alle Kabinenkommandos und Aufwärts-Fahrtwünsche bedient. Danach dasselbe in Abwärtsrichtung.
Hat jemand ungeduldig beide Richtungen vorgewählt und ist, obwohl er eigentlich nach unten wollte, schon in Aufwärtsrichtung zugestiegen, so hält der Aufzug auch bei der Abwärtsfahrt nochmals in dieser Etage (um den zweiten Ruf abzuarbeiten). Sollten mehrere Aufzüge in diesem Haus fahren, so hat in der Zwischenzeit sicher schon ein anderer Aufzug in betreffender Etage gehalten und keiner ist zugestiegen.
Rufstränge
Die Vorbedingung: mehrere Aufzüge fungieren als Aufzugsgruppe und fahren teilweise identische Etagen an. Dann wird in der Bauphase bzw. Planungsphase entschieden, wie viele Außenruftableaus pro Etage verbaut werden. Halten als Beispiel 4 Aufzüge im 3.OG, so können sie sich einen Außenruf teilen. Die Gruppensteuerung ordnet dann der freien Kabine den Ruf zu. Dadurch ist die Anforderung und Abarbeitung schnell realisiert. Sollte von diesen 4 Aufzügen nur einer in die Kellergeschosse fahren, so kann es sinnvoll sein, dass dieser separat angefordert werden kann. Ansonsten wäre es ja relativ schwierig, den Richtigen zu erwischen.
Abwärts-Sammelsteuerung
Bei dieser Art der Ruf-Abarbeitung wird in den Außenruftableaus nur ein Taster verwendet.
Dieser wird, vereinfacht ausgedrückt, in allen Etagen (außer im Erdgeschoss) als Abwärts-Fahrtwunsch interpretiert. Der Aufzug hält also nur bei Abwärts-Vorsteuerung in der entsprechenden Etage. Wird auch ein Kellergeschoß bedient, so wird dieser Außenruf als Aufwärts-Fahrtwunsch programmiert. Diese Art der Vorsteuerung ist sehr verbreitet und unkompliziert. Es ist auch ohne weiteres möglich, bei einen Abwärts-Ruf trotzdem aufwärts zu fahren. Es darf im selben Moment nur kein weiterer Abwärts-Fahrtwunsch vorliegen.
Zweiknopf-Sammelsteuerung
Als Pedant zur Abwärts-Sammelsteuerung kann hier die Fahrtrichtung selbst gewählt werden. So kann der Aufzugsnutzer direkt zwischen den einzelnen Etagen des Hauses verkehren. Dies ist äußerst wichtig bei Bürogebäuden und ähnlich stark frequentierten Häusern, denn nicht jeder will erst nach unten mitfahren müssen.
Leider hat diese Art Ansteuerung einen Nachteil, denn jeder kennt sicher das Phänomen, der Aufzug schließt die Türen, kurz darauf gehen diese wieder auf und erst nach erneutem Schließen setzt sich der Fahrkorb in Bewegung.
Typisch bei Aufzügen mit Zweiknopf-Sammelsteuerung. Das ist oft der Fall, wenn ungeduldige Nutzer beide Richtungs-Taster drücken, obwohl sie eigentlich nur nach oben wollen. Dann hält der Aufzug bei Abwärts-Vorsteuerung in der Etage und arbeitet sozusagen den Abwärts-Fahrtwunsch ab. Jetzt steigt der Nutzer ein und drückt kurzerhand einen Kabinenruf in Aufwärtsrichtung. Der Aufzug schließt die Türen und erkennt, dass es nach oben gehen soll, da keine weiteren Abwärts-Fahrtwünsche vorliegen, ändert die Aufzugssteuerung die Vorsteuerung in die Aufwärtsrichtung. Nun wird allerdings der noch bestehende Aufwärts-Fahrtwunsch abgearbeitet und der Aufzug öffnet erneut die Türen.
Zielrufsteuerung
Die neueste Variante der Anholung. Eine verbesserte Variante der Zweiknopf-Sammelsteuerung, welche durch die genaue Eingabe der Zielhaltestelle verbesserte Verfügbarkeiten realisieren kann.
Vor den Aufzügen steht dann ein Bedienpult mit den entsprechenden Etagen des Hauses, auch können dort die verschiedenen Mieter visualisiert werden. Die Eingabe des Fahrtziels wird also aus der Kabine raus verlagert und bringt somit den entsprechenden Zeitvorteil.
Durch eine optimierte Auslastung der einzelnen Kabinen einer Aufzugsgruppe kann sozusagen der Durchsatz gesteigert werden, was im Endeffekt die Wartezeit verkürzt oder zu Energieeinsparung genutzt wird, indem einzelne Aufzüge zeitweise abgeschaltet werden.
Je nach Hersteller gibt es verschiedene Varianten der Eingabe. Wir halten den Einsatz des Touch-Bedienfeldes für prädestiniert. Denn bei der Eingabe der Ziel-Haltestelle wird bereits die entsprechende Kabine zugeordnet, visualisiert und muss dann auch genutzt werden.
In geschlossenen Komplexen sicherlich interessant, um bestehende Ressourcen zu optimieren. Ansonsten kann die Bedienung zu Irritationen führen, da kaum Durchdringung am Markt besteht.
Sonderfahrt
Dieses Kapitel ist das schwierigste, denn es bleibt zu gern unbeachtet, dass ein Aufzug in aller Regel diese Funktion besitzt. Gemeint ist die Vorzugsfahrt, welche erlaubt, dass der Aufzug nur über Innen-Kommandos gefahren werden kann. Durch das Einschalten dieser Funktion mittels Schlüsselschalter im Kabinentableau schließt die Aufzugstür nur noch über Innenkommando bzw. Tür-Zu-Taster und ignoriert Aussenrufe. Das ermöglicht ein Umzug ohne Störungen und ständig schließender Kabinentür. Diese wird sonst im Alltag durch ein Brett blockiert oder auf eine andere Weise offen gehalten. Dies hat zur Folge, dass der Aufzug in Störung geht, da die Aufzugssteuerung trotz Schließ-Befehls die Tür nicht zu bekommt. Auch erleiden die Türen meist Blessuren oder haken teilweise aus. Hohe Reparaturkosten sind die Folge.
Daher ist bei einem angemeldeten Umzug unbedingt die Sonderfahrt zu nutzen. Umsichtige Aufzugsbetreiber statten zu diesem Zweck Ihre Aufzugsanlage auch mit temporär installierbaren Schutzmatten aus.